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Tipps zum Applizieren » So wird appliziert

Das wird zum Applizieren benötigt:

Ausdruck „Applikationsvorlage zum Ausdrucken“

Ausdruck „Beispiel Linienführung beim Nähmalen“

verschiedene Stoffe / Stoffreste

Trickmarker

Bügeleisen

Stoffschere oder falls vorhanden eine Applikationsschere

Vlies (z. B. Bondaweb 719 für Applikationen – beidseitig haftend)

nach Bedarf Stickvlies zum Unterlegen und zur
Stabilisierung des Stoffes

Außerdem:

  • entsprechende Nähnadeln
  • farblich passendes Garn
  • Nähmaschine
  • eventuell Applikationsfuß
  • Papierschere
  • Bleistift

Tipps & Tricks zum Applizieren

1. Vliesofix verwenden (Spezialvlies zum Aufbügeln)

Vliesofix ist ein dünnes und beidseitig haftendes Spezialvlies zum Aufbügeln, welches verhindert, dass sich beim Aufnähen etwas verschiebt. Um ein perfektes Ergebnis zu erhalten, sollte unbedingt Vliesofix verwendet werden (Anwendungshinweise laut Herstellerangaben beachten!). Wird auf Vliesofix verzichtet, müssen die zu applizierenden Stoffzuschnitte vorab mit der Hand geheftet werden, damit sie sich beim Applizieren nicht verziehen.

2. Ausreißbares Stickvlies

Zur Stabilisierung kann man auf die linke Seite des zu bestickenden / zu applizierenden Stoffes Stickvlies aufbügeln. Dieses wird nach dem Applizieren (je nach Typ) vorsichtig ausgerissen oder ausgewaschen.

3. Der richtige Nähfuß

Applizieren mit dem Applikationsfuß

Das Applizieren mit einem speziellen Applikationsfuß hat einen großen Vorteil gegenüber der Verwendung eines Standard-Nähfußes: Da ein Applikationsfuß vorne weit geöffnet und mitunter durchsichtig ist, wird ein freier Blick auf das Nähwerk während des Nähens ermöglicht.

Applizieren mit dem Standard-Nähfuß

Hier muss bei engen Stellen oder Kurven der Nähfuß nach Bedarf angehoben werden (nicht während des Nähens), um zu sehen, wohin genäht werden soll.
(Vorsicht: Die Nadel muss beim Anheben des Fußes unbedingt im Stoff stecken / gesenkt sein.)

4. Trickmarker verwenden

Dekorative Linien (z. B. Mund) die genähmalt werden sollen, können vorab mit Trickmarker vorgezeichnet werden. So kann man besser erkennen, wo entlang genäht werden soll.

5. Enge Stellen und Kurven

Bei schwierigen Stellen oder besonders engen Kurven ist es von Vorteil, langsam und manuell mit dem Handrad der Nähmaschine zu nähen.

6. Sticheinstellungen

Welche Stichart verwendet wird, ist in erster Linie abhängig vom eigenen Geschmack. Unabhängig vom Stich, sollte stets knappkantig am Rand entlang genäht werden. Es ist hilfreich, vorab verschiedene Sticheinstellungen an einem Probestück zu testen.

Enger Geradstich (geeignet für Jersey / Sweat u. Ä.):

Bei diesem Stich ist es möglich, dass sich das Stück bis zur Naht später wellt (bei Jersey) oder ausfranst (bei Baumwolle). Wird doppelt umrandet, entsteht ein interessanter, skizzenhafter Charakter.

Enger Zickzackstich (geeignet für Webware):

Bei filigranen, detailreichen Applikationen kann ein Zickzackstich zu wuchtig wirken.

So wird appliziert » allgemeine Applizieranleitung

1. Fadenlauf aufzeichnen

Tipp: Wenn man möchte, dass der Fadenlauf der fertigen Applikation später auf allen Teilstücken gleich verläuft, kann man vorab Hilfslinien auf die ausgedruckte Vorlage zeichnen. Je nachdem, ob die Applikation gerade oder leicht geneigt aufgenäht werden soll, werden die Hilfslinien entweder parallel zum Blattrand oder schräg zum Rand gezeichnet. Wichtig ist, dass alle eingezeichneten Linien parallel zueinander verlaufen.

2. Vorlage abpausen

Zu Beginn werden alle Einzelteile der Vorlage auf das Vliesofix abgepaust. Die raue Vliesofix-Seite liegt auf dem Papier. Zur leichteren Handhabung kann das Vliesofix vorher grob zugeschnitten werden.